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12.05.2018 Bluesmesse — 3 Kommentare

  1. BLUES UND ROCK IN DER DDR

    Ein kleines Gedicht

    Es war’n die wilden Siebziger Jahre,
    Als wir noch hatten allzuviel Haare;
    Blueser und Tramper, immer auf dem Pfad,
    Hippies im Arbeiter – und Bauernstaat.

    Jesuslatschen oder Kletterschuhe,
    Blue Jeans, Parka und immer die Ruhe;
    So ging’s am Wochenende in die Spur,
    Musik und Freiheit das Ziel jeder Tour.

    Man lauschte intensiv Freygang bis Renft,
    Die Plätze vor der Bühne stets umkämpft.
    Der Alkohol war immer mit im Spiel,
    Man rauchte Karo und trank vielzuviel.

    In den Fünfzigern kam der Rock’n’Roll,
    Was Eltern schockte, fanden Teenies toll.
    Die Sechziger brachten die Beatmusik,
    Flower Power führte ins Hippieglück.

    Im Osten war die Musik Klassenkampf,
    Man machte Rockgruppen gehörig Dampf.
    Sie galten als westliche Sendboten,
    Restriktionen und Auflösung drohten.

    Auch Osthippies verehrten Blues und Rock,
    Blickten sehnsüchtig aufs ferne Woodstock.
    Stets im Visier von Stasi und Staatsmacht,
    Pflegte man auch hier Liedgut und Haarpracht.

    Man besorgte sich eine Gitarre,
    Wollte niemals tragen eine Knarre;
    Hasste Uniform und Kasernenmief,
    Give Peace a Chance war immer Leitmotiv.

    Urige Songs von den Doors bis Neil Young
    Setzten Lust und Endorphine in Gang.
    Wir sahen Modesünden, manchen Tick,
    Was bleiben wird, ist die feine Musik.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

  2. Hallo Jana, hier ist noch ein kleines Gedicht zur Geschichte des Blues:

    SONETT VOM BLUES

    Aus den Südstaaten kommt die Musik,
    Den Baumwollfeldern entstieg der Klang;
    Der Farbigen trauriger Gesang,
    Von Sehnsucht durchdrungen jedes Stück.

    Der Blues suchte die Großstädte heim,
    Zog in Memphis und Chicago ein.
    Die Weißen fanden dran Gefallen,
    Musiker füllten große Hallen.

    Geniale Leute spielten auf,
    Country und Rock kamen darauf;
    Der Blues eroberte die Welt.

    Er wird gespielt an jedem Orte,
    Basis zwölf Takte, drei Akkorde;
    Herrliche Musik für wenig Geld.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Musikalische Grüße aus der Skatstadt

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